Gedichte

Die Flamme
In der Dunkelheit erfüllt sie uns mit Licht,
voller Wärme strahlt stets ihr Gesicht.
Die Flamme stimmt uns ein in die triste Jahreszeit,
schenkt uns ein Gefühl von Vollkommenheit.

(18.10.2016)

Die Eule
Fliegt die Eule durch den Wald,
spürt sie der Herbst kommt bald.
Geräuschlos und ganz ohne Hast,
lässt sie sich nieder auf einem Ast.

Sie gibt auf ihre fette Beute acht,
die Augen kreisen in die Nacht.
Unter des Gefieders Arm,
kuscheln sich die kleinen warm.

Tief ruft sie in den Wald hinein,
lädt andere Freunde zu sich ein.
Nachdem sie sich trafen,
dürfen sie endlich schlafen.

(16.09.2016)

Letzte Spätsommertage
Allmählich geht der Sommer dahin,
letzte Spätsommertage sind noch drin.
Eine letzte Hitzewelle,
drückt uns heftig auf die Pelle.

Wollen wir die Zeit genießen,
Sonnenblumen gen Himmel sprießen.
Bald schon kommen kühle Tage,
hoffentlich ohne Regenplage.

Bald schon erste Blätter fallen,
Herbstage in der Ferne hallen.
Dunkelheit zeigt früh ihr Gesicht,
wir freuen uns auf Kerzenlicht.

(13.09.2016)

Bücher
In Büchern können wir  uns verlieren,
in Büchern können wir sinnieren.
Wir tauchen ein in andere Welten,
hier und heute nicht mehr gelten.

Seite um Seite verschlingen,
in die Charaktere eindringen.
Die mal lachen und mal weinen,
sich fast immer vereinen.

Schnell hat man sie lieb gewonnen,
ist ihr Leben zerrissen und zerronnen.
Kommt nochmal die Wende?
Spannend bleibt es bis zum Ende.

Bald ist das Buch ausgelesen,
schön ist es gewesen.
Ein Happy End war garantiert,
fünf Sterne sind notiert.

(20.08.2016)

Im Lavendelbusch
Getümmel im Lavendelbusch,
da geht es husch, husch, husch.
Bienchen summeln,
Hummeln brummen.

Sie schwirren dort umher,
saugen Nektar mehr und mehr.
In der Luft,
die Süße von Lavendelduft.

(19.07.2016)

Die Seerose
Die Seerose zeigt ihr schönstes Gesicht,
an warmen Tagen im Sonnenlicht.
Sie sitzt an ihrem Platz am Teich,
ein Bienchen saugt Nektar im Blütenreich.

Mittendrin gelb betupft und außen weiß belesen,
zartrosa umkleidet ist das zierliche Wesen.
Am Abend schließt es die Augen zu,
bis zum Morgen schläft es in friedlicher Ruh.

(02.07.2016)

p1050468bearbeitet

Mitte Juni
Regen, Regen nur noch Regen,
Wann kommt der göttliche Segen?
Wo bleibt der warme Sonnenschein?
Den wir lassen Seelenzauber sein.

Er beflügelt uns und gibt uns Kraft,
Regen uns dagegen nur bestraft.
Landschaften zerstört durch Wassermassen,
überflutet sind Häuser und die Straßen.

Doch immer noch regnet es,
es ist ein nervendes Elendes.
Regen haben wir genug,
lass endlich den Unfug.

Schenk uns ein paar Sonnentage,
bitte ohne Mückenplage.
Warm und sonnig soll es sein,
damit unsere Herzen werden rein.

(12.06.2016)

Zauberhaftes Papier
Zauberhaftes Papier,
liegst vor mir hier.
Zum beschriften fast zu schade,
liegt es auf dem Schreibtisch in der Lade.

Alle Blätter versehen mit einem Spruch,
eingefasst im Schuber, so dick wie ein Buch.
Laden ein zum täglichen Zeilenzauber,
doch noch sind sie rein und sauber.

Wann finde ich den richtigen Ort?
Vor allem das richtige Wort?
Ich habe keinerlei Eile,
will aber schreiben die erste Zeile.

(20.05.2016)

 Der Mai
Der Wonnemonat Mai
schaut um die Eck vorbei.
Doch viel Wonne bringt er nicht,
es fehlt unser geliebtes Sonnenlicht.

Noch ist der Wolkenvorhang nicht ganz offen,
doch wir dürfen weiter hoffen.
Längst zwitschern Vögel ihre Lieder,
wann schnuppern wir den Duft von Flieder?

Wann kommen nur die milden Tage?
Die kalten sind ne echte Plage.
Wir alle sind so drauf erpicht,
hält der Mai was er verspricht?

(04.05.2016)

Im Winter
Es ist Winter, es ist gefroren,
die Bäume kahl geschoren.
Klirrende Kälte, Schnee und Eis,
die Landschaft ganz in weiß.

Bei Sonnenschein ist der Himmel blau,
doch nun durchzogen mit winterblau.
Lieber Winter geh bald vorbei,
locke endlich den Frühling herbei.

(05.03.2016)

Miteinander verbunden
Ich gebe dir die Hand
du hältst sie, drückst sie.
Unsere Hände verschränken
sich ineinander, ganz fest.
Es fühlt sich gut an.
Miteinander verbunden.
Du hältst sie, drückst sie.
Lass sie nicht los.
Bitte.
Niemals.
Du hältst sie, drückst sie.
Für immer.

(09.01.1016)

Heute Nacht
Heute Nacht
Fährt das Gedankenkarussell
wieder einmal Achterbahn.
Bergauf – Bergab.
Es nimmt kein Ende,
bleibt nicht stehen.
Dreht sich munter im Gelände.
Die Uhr sie tickt und tickt,
ich liege hier, bin wach.
Im Kopf viele Bilder und Geschichten,
zuerst muss ich sie noch dichten.
Buchstaben, Wörter und Sätze,
ergeben zusammen gewürfelte Netze.
Heute Nacht
Fährt das Gedankenkarussell
wieder einmal Achterbahn.
Hört es jemals auf,
oder gibt es gar kein Ende,
verirrt es sich gar im Gelände?
Wortfetzen hier festgehalten,
damit sie nicht veralten.
Die Gedanken kreisen heiter,
wie der Zeiger der Uhr immer weiter.
Für heute geb ich endlich Ruh,
mach die müden Augen zu.
Das Karussell wünscht gute Nacht,
erst Morgen haben die Gedanken wieder die Macht.

(13.08.2015)

Dieser Sommertag
Dieser Sommertag
beginnt wie ich ihn mag.
Wärme und Sonnenschein,
strömen mir ins Herz hinein.
Begleitet von Vogelgesang,
gehe ich den Weg entlang.
Orte der Geborgenheit,
bringen vollkommene
Zufriedenheit.
© Yvonne Sartoris
(11.07.2015)

Mein kleiner Stern
Ich blicke hinauf
in den Sommersternenhimmel.
Millionen Sterne funkeln
mir entgegen.
Doch ein Stern
sticht besonders hervor.
Das bist du.

Das bist du
der so kräftig schimmert.
Mein kleiner Stern,
dich habe ich so gern.
Du lässt mich nicht allein,
wirst immer an meiner Seite sein.

Das bist du
Ich habe dir mein
Lächeln geschenkt.
Dein Leuchten hat
seine Aufmerksamkeit
auf mich gelenkt.
Abend für Abend
begleitest du mich.
Mein Herz gehört
dir,
ewiglich.

(30.06.2015)

Eifelgold
So wird der Strauch
am Wegesrand
in der Eifel genannt.
Woanders ist er
als Ginster bekannt.

Er schimmert gelb
durch die Hecken.
Man findet ihn in
allen Ecken.

Zur Maienzeit
glänzt er in voller Pracht.
Mit seiner Schönheit
er ein
Feuer entfacht.
(21.05.2015)

Der einsame Modellflieger
Ganz allein steht er auf dem Modellflugplatz,
hat Hubschrauber und Flieger im Einsatz.
Damit der Flieger sich richtig legt,
werden ständig die Hebel bewegt.
Nichts kaputt, noch alles ganz,
auf geht es zum nächsten Tanz.
Den Kopf hoch zum Flieger gerichtet,
nicht, dass er noch ein Unglück anrichtet.
Das sorgt zwar für Basteleien im Keller,
da vergehen die Stunden viel schneller.
Modellflug ist seine große Leidenschaft,
wo er rein steckt seine ganze Kraft.
Noch ein Nachtflug in der Dunkelheit
jetzt wird es langsam wirklich Zeit.
Schade, er ist dort so allein,
was er braucht, ist ein Verein.
Sie können gemeinsam diskutieren,
die neueste Technik ausprobieren.
Alles um sie herum einfach vergessen,
sind nur noch auf das Fliegen versessen.
Landet der Flieger mal in der Wies,
fühlen sich auch die anderen mies.
Er muss ihn nicht alleine suchen
kann ihn als gefunden verbuchen.
So an die zwanzig Leute ist das richtige Maß,
zusammen haben sie sicherlich viel Spaß.
Endlich hat er einen Verein gefunden,
verbringt mit Gleichgesinnten schöne Stunden.

(19.05.2015)

Ode an den Mai
Rapsfelder weit
und breit
kündigen an die
Maienzeit.

Warme Tage
ziehen ins
Land.
Der Maibaum
ziert den Ort
in seinem
Gewand.

Alles
grünt und blüht
am Wegesrand und
auf den Wiesen.
Brünnlein und
Bächlein fließen.
Süßer Duft zieht
durch die Luft,

Die Vögel bestimmen
mit ihrem Gesang
schon früh den
Tagesanfang.
Das ist der Mai
mit seinem stillen
Klang.

(02.05.2015)

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3 Gedanken zu “Gedichte

  1. Ich hab´ mich im „Heute Nacht“ wiedergefunden.
    Einzelne Worte sind aus dem Gedankenkarussell gefallen,
    ich werde sie auflesen und in mein prosaisches Bild verweben.

    Schönen Sonntag!

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